Pharmalogistik: Welche Temperaturbereiche sind optimal?

Bei der Logistik von Medikamenten zählt jede Sekunde. Oft sind die Pharmaprodukte überlebensnotwendig und müssen schnell und unversehrt zum Zielort transportiert werden. Die Sicherheitsvorkehrungen beginnen bereits bei der Lagerung. Entscheidend ist hier die Einhaltung festgelegter Temperaturintervalle. Für die Logistikdienstleister ergibt sich dadurch eine grosse Verantwortung, der sie gerecht werden müssen.

Die Sicherheitsvorkehrungen in der Pharmalogistik gewährleisten die Wirksamkeit der Produkte. Entscheidend ist die Einhaltung festgelegter Temperaturintervalle – auch bei Lagerung und Transport. (Foto: Unsplash)

Ob zu hohe oder zu tiefe Lagertemperaturen, Feuchtigkeit, Licht oder eine unsachgemässe Entnahme – es gibt viele Faktoren, die die Qualität von Pharmaprodukten beeinträchtigen können. Eine fachgerechte Lagerung von Arzneimitteln ist daher unerlässlich, ansonsten drohen ernste Folgen für Patienten.

Um die Wirksamkeit von Medikamenten nicht zu gefährden, sollten stets alle relevanten Temperaturintervallen in der Pharmalogistik eingehalten werden. Für jedes Medikament gelten spezielle Temperaturbereiche, die vom jeweiligen Hersteller festgelegt und vor der Zulassung von den Behörden geprüft werden. Ein paar Grundregeln müssen immer beachtet werden: Pharmaprodukte sollten stets vor Hitze geschützt und kühl aufbewahrt werden. Doch allein bei der Temperatur gibt es viele Unterschiede. So müssen einige Arzneimittel sogar tiefgekühlt werden, damit sie ihre Wirksamkeit nicht verlieren.

Welche Temperaturbereiche gelten für die einzelnen Pharmaprodukte?

Insgesamt sind vier Temperaturbereiche für die korrekte Lagerung von Pharmaprodukten festgelegt.

•    Raumtemperatur (15 bis 25 Grad): Dieser Temperaturbereich ist für den Grossteil der Pharmaprodukte ausreichend. Dazu gehören zum Beispiel herkömmliche Nasentropfen oder Kopfschmerztabletten, aber auch Verbandsmaterial oder Pflaster. Eine kurzzeitige, geringfügige Abweichung vom angegebenen Temperaturbereich ist in der Regel unproblematisch.

•    Kalt (8 bis 15 Grad): In diesem Temperaturbereich sind unter anderem Suppositorien (Zäpfchen) und einige Salben zu lagern.

•    Kühlschrank (2 bis 8 Grad): Für die Aufbewahrung temperaturempfindlicher Pharmaprodukte wie viele Antibiotika oder Impfstoffe ist dieses Temperaturintervall vorgeschrieben. Auch Blutkonserven werden auf diese Weise gelagert. Wichtig: Die Arzneimittel dürfen nicht eingefroren werden, da sie sonst ihre Wirkung verlieren.

•    Tiefgekühlt (unterhalb von minus 15 Grad): Im Gegensatz zu der vorherigen Kategorie müssen andere Produkte tiefgekühlt werden, um ihre Haltbarkeit zu verlängern. Dieses Verfahren kann beispielsweise bei Fibrinkleber angewendet werden, der zur Unterstützung und Beschleunigung der Wundheilung eingesetzt wird. Auch Blutserum wird vor weiteren Untersuchungen tiefgekühlt.

Krummen Kerzers als kompetenter Partner in der Pharmalogistik

Lagerung und Transport von pharmazeutischen Produkten erfordern nicht nur besonderes Know-how, sondern auch spezielles Equipment. Zu unserem Fuhrpark zählen sowohl Kühlauflieger als auch Verteilfahrzeuge, die dem hohen Standard der Good Distribution Practice (GDP) entsprechen und die notwendigen Temperaturintervalle stets einhalten. Unter der GDP versteht man die Summe der Massnahmen, die durch eine Kontrolle der Vertriebskette sicherstellen, dass die Qualität und Unversehrtheit von Arzneimitteln aufrechterhalten wird. Um die erforderliche Produktsicherheit zu gewährleisten, sind unsere Chauffeure zudem in der temperaturgeführten Beförderung von Arzneimitteln besonders geschult. Unsere hochmoderne Telematik garantiert überdies eine grösstmögliche Transparenz und Sicherheit. So sind Sie jederzeit genauestens darüber informiert, wo sich Ihre Ware befindet und in welchem Zustand sie ist.