Lebensmittel per Mausklick: Logistik für Online-Supermärkte

Eine Flasche Orangensaft, ein paar Scheiben Käse und etwas Butter - der Inhalt des heimischen Kühlschranks neigt sich dem Ende. Wenn früher der Weg zum Supermarkt um die Ecke die logische Konsequenz gewesen wäre, gibt es nun auch eine weitere Möglichkeit: Lebensmittel per Mausklick. Immer mehr Online-Supermärkte bieten ihre Dienste im Internet an – inklusive bequemer Lieferung nach Hause. Der ganz grosse Boom bleibt bislang noch aus. Denn: Der Service krankt oft an einer nicht ausgeklügelten Logistik. Hier müssen Experten ran.

Peter Krummen erklärt, worauf Onlinesupermärkte in der Lebensmittellogistik achten müssen

Viele Anbieter von Onlinesupermärkten tun sich schwer, ein tragbares und nachhaltiges Geschäftsmodell umzusetzen. Vielfältige logistische Herausforderungen sind ein Grund dafür. Während in anderen Branchen die Online-Lieferung bereits längst etabliert ist und auch die Lieferung zur Wunschzeit kein Hindernis mehr darstellt, ist dies im Lebensmittelbereich anders. Im Gegensatz zu Schuhen, Büchern oder Kleidung bedarf es bei Gemüse, Käse und Co. die Einhaltung verschiedener Standards.

Welche logistischen Herausforderungen müssen Online-Supermärkte konkret meistern?


Unser Geschäftsführer Peter Krummen erläutert, worauf es in der Lebensmittellogistik ankommt:

•    Kühlketten: Für unterschiedliche Warengruppen gelten verschiedene Temperaturbereiche, die vom Händler eingehalten werden müssen.  Während tiefgekühltes/r Fleisch und Fisch durchgängig auf minus 18 Grad Celsius gekühlt werden müssen, gilt für Frischfleisch eine maximale Temperatur von 4 Grad. Bei Milch und Molkereiprodukte ist eine Temperatur von 8 Grad zu gewährleisten.

•    Lieferung an den Kunden: Der USP eines Online-Supermarktes ist die Zustellung innerhalb eines gewählten Zeitfensters. Voraussetzung dafür ist eine grosse Flexibilität in der Logistik. Insbesondere bei Tiefkühl- und Frischeprodukten müssen unter Umständen mehrere Zustellversuche am selben Tag durchgeführt werden

•    Transportverpackung: Um die Einhaltung der Kühlkette auch während des Versands sicherzustellen, müssen spezielle Thermoverpackungen genutzt werden. Gegenüber herkömmlichen Verpackungen sind diese in der Anschaffung deutlich teurer:  Isolierboxen aus Styropor kosten rund 70 Prozent mehr als normale Kartons. Der Preis steigt noch stärker, wenn integrierte Kühlakkus verwendet werden. Das macht noch einmal etwa 70 Prozent aus und die Akkus müssten beim Postversand zumeist noch extra verpackt werden.

•    Versandfähigkeit der Waren: Falls kein spezialisierter Lebensmittellogistiker gefunden wird, muss der Versand über einen Paketdienstleister erfolgen. Je nach Produkt kann dies sehr herausfordernd sein, wenn man auf die Standardversandverpackungen der Paketdienstleister angewiesen ist. Denn neben der Einhaltung der speziellen Standards bei Lebensmitteltransporten muss die Ware auch in eine der standardisierten Paketgrößen passen.

Als erfahrener Dienstleister in der Lebensmittellogistik kennen wir die besonderen Anforderungen in der Lebensmittellogistik genau. „Wir haben jederzeit Zugriff auf alle wichtigen Transportarten und somit die Lebensmittel im Blick. In unserer Fahrzeugflotte sind ausschliesslich moderne Kühlauflieger, die mit leistungsstarken Kühlaggregaten sowie einer aktuellen Trailer-Telematik ausgestattet sind“, betont Peter Krummen.

Neben der Zusammenarbeit mit grossen Supermarktketten ist Krummen Kerzers auch in der Lage, die Herausforderungen im E-Commerce effizient abzubilden.