Hanf und Logistik – keine Krummen Touren

Eine grüne Pflanze lässt eine neue Industrie entstehen: Hanf. Während vor ein paar Jahren noch ein verruchtes Image überwog, hat sich das Bild inzwischen gewandelt. Die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten der Nutzpflanze überwiegen. Und nicht zuletzt die Aussicht auf eine auch zukünftig boomende Branche steht im Mittelpunkt vieler Aktivitäten. Wir bei Krummen wagen einen Blick auf die logistischen Einsatzmöglichkeiten der Pflanze.

Ob Verpackung, Baumaterial oder Medizin: Die Einsatzmöglichkeiten von Hanf sind vielfältig. (Foto: Unsplash.com)

Cannabis sativa, so der offizielle Name der Hanfpflanze, erlangte zunächst als Rauschmittel Berühmtheit. Doch die Nutzpflanze kann deutlich mehr als Menschen in entspannte Zustände zu versetzen. So lassen sich Baumaterialien und moderne Werkstoffe ebenso gewinnen wie Nahrungsmittel oder Textilien. Darüber hinaus ist auch die Abgabe von Cannabis an Patienten zu medizinischen Zwecken in vielen Ländern inzwischen erlaubt. Grund genug für uns, sich die Einsatzmöglichkeiten und Zukunftsaussichten des Hanfs einmal genauer anzuschauen.

Innovativer Rohstoff mit breitem Einsatzspektrum

„Die Hanfindustrie bietet auch für uns spannende Perspektiven und Chancen. Wir von Krummen beobachten kontinuierlich neue Märkte und stehen innovativen Technologien und Rohstoffen offen gegenüber“, betont unser Geschäftsführer Peter Krummen.

Eine bislang eher unbekannte Einsatzweise von Hanf ist die Nutzung als Thermoverpackung bei Lebensmittel- oder Pharmatransporten. So verfügt die Nutzpflanze über eine sehr gute Isolierwirkung und kann daher temperatursensible Ware schützen. In Verbindung mit Trockeneis ist auch ein Einsatz im tiefgekühlten Bereich möglich und mit Kühlakkus können Transporte in Bereichen zwischen 0 bis 4?Grad Celsius und 2 bis 8?Grad Celsius durchgeführt werden.

Nachhaltig und vielfältig

Doch auch in Zeiten knapper werdender Ressourcen spricht vieles für Hanf. Denn bereits der Anbau ist ökologisch. Die Pflanze wächst sehr schnell, benötigt keinen Dünger oder Pflanzenschutzmittel und entzieht der Atmosphäre mehr Kohlendioxid als vom Anbau bis zum Transport zur Verarbeitung freigesetzt wird. Außerdem optimiert Hanf die Fruchtbarkeit des Bodens und die Pflanze kann nahezu komplett weiterverarbeitet werde. Das Tolle dabei: Hanf ist vollständig kompostierbar.

Milliardengeschäft im Zeichen der Medizin

Das größte Wachstumspotenzial liegt aber in Medizinprodukten mit dem Wirkstoff Cannabidiol (CBD). So forschen in der Schweiz bereit mehrere Dutzend Firmen an neuen CBD-Medikamenten zur Behandlung von Patienten und Linderung von Krankheitssysmptomen. Laut eines Berichts der Handelszeitung beläuft sich der mögliche Umsatz auf über 60 Milliarden Dollar weltweit. Das Umsatzpotenzial für die Schweiz wird auf 5 Millionen Franken geschätzt.

Um den strengen Vorgaben gerecht zu werden, sind je nach Land verschiedene Auflagen bei der Lagerung zu beachten. Da medizinisches Cannabis zum Beispiel als pharmazeutisches Produkt gilt, müssen sämtliche Cannabis-Produkte sowohl im eigenen Land als auch von einer EU-Behörde GMP- und ISO-zertifiziert sein. In der Schweiz gibt es aktuell ein Medikament, welches heilmittelrechtlich zugelassen ist.

„Wir sind gespannt, wie sich die Branche weiter entwickeln wird. Daher beobachten wir die Perspektiven, die sich hier zukünftig ergeben und prüfen, ob wir unser Dienstleistungsportfolio anpassen können“, sagt Peter Krummen.