Logistik im E-Commerce: Was sind die Besonderheiten?

Die Möglichkeit, Waren und Dienstleistungen über das das Internet zu kaufen und zu bestellen, hat ganze Branchen und Unternehmenszweige gewandelt und neue, wie das E-Commerce, entstehen lassen. Wer sich nicht auf die veränderten Rahmenbedingungen einstellt, wird mittelfristig grosse Probleme haben, sich am Markt zu behaupten. Gegenüber dem traditionellen Logistikgeschäft gibt es daher einige Besonderheiten, die es zu beachten gilt.

Die Logistik im E-Commerce unterscheidet sich teils stark von der klassischen Kontraktlogistik. Vor allem die passende IT-Infrastruktur ist entscheidend. (Foto: Unsplash.com)

Immer mehr Unternehmen setzen auf E-Commerce als Vertriebskanal. Wichtig für den Unternehmenserfolg sind hier vor allem gefestigte logistische Strukturen und Prozesse, die gleichzeitig auf die besonderen Anforderungen des Onlinehandels ausgerichtet sind. „Der grösste Unterschied zur traditionellen Logistik, wie es sie bis vor ein paar Jahren noch gab, ist die immens gestiegene Geschwindigkeit“, erklärt unser Geschäftsführer Peter Krummen. So erwarten die Kunden bei Onlinebestellungen meist eine umgehende Lieferung. Spezielle Services wie „Same-Day-Delivery“, also die Zustellung noch am Tag der Bestellung, erhöhen den Druck auf Logistikdienstleister.

Anbindung von IT-Systemen besonders wichtig

Darüber hinaus sind die Anforderungen an die Logistik deutlich gestiegen. Während früher hauptsächlich reine B2B-Unternehmen Logistikleistungen beauftragt haben, spielt heutzutage zunehmend auch die B2C-Logistik eine grosse Rolle. Wenn ich im Internet beispielsweise neue Schuhe bestellen möchte, ist für mich als Endverbraucher die unkomplizierte Retourenabwicklung besonders wichtig. So möchte ich bei einer falschen Grösse das neue Paar schnell und ohne Aufwand zurücksenden und über flexible Zahlungsmodalitäten verfügen. So haben sich nicht nur die Workflows zwischen Kunden und Logistikdienstleister verändert, sondern damit einhergehend auch die geforderten Servicelevels. „Ohne eine umfassende Anbindung aller IT-Systeme können Unternehmen die neuen Herausforderungen nicht bewältigen. Daher ist es wichtig, alle relevanten Schnittstellen frühzeitig in die bestehende Softwareinfrastruktur zu integrieren“, sagt Peter Krummen.

Lagerlogistik mit speziellen E-Commerce-Lösungen

Im Gegensatz zur traditionellen Kontraktlogistik, bei der im Grunde nur die Schnittstelle zum ERP-System des Kunden notwendig ist, sind es heute gleich mehrere Komponenten, die miteinander verknüpft werden müssen. Seien es Speditionssoftware, Kundenportale, Zahlungsdienstleister oder SAP-Programme – eine flexible und zuverlässige IT-Anbindung ist unerlässlich.

Doch nicht nur das Transportwesen, auch die Lagerlogistik muss sich im E-Commerce neu aufstellen. Es ist notwendig, die Strukturen sowohl für die Abwicklung grösserer Aufträge zu schaffen als auch für Aufträge mit kleineren Stückzahlen aber hoher Komplexität. Dazu zählen zum Beispiel individualisierte Karten, spezielle Verpackungen und natürlich ein deutlich gesteigertes Retourenaufkommen.

Wer im E-Commerce erfolgreich bestehen will, sollte folgende Leistungen im Portfolio haben:

• die fehlerfreie Annahme und Verbuchung von eingehenden Bestellungen
• die optimale Lagerung der Ware, von der Regal- und Blocklagerung bis hin zur temperaturgeführten Lagerung
• alle anfallenden Tätigkeiten der Kommissionierung
• die professionelle Konfektionierung und das Co-Packing aller Arten von Produkten
• das Erstellen von Versandetiketten und Lieferscheinen
• die Rechnungsstellung und die Verbuchung der Zahlungsein- und Warenausgänge