Quereinstieg: Über Umwege zum Traumjob

Seit Kindestagen an wollte Tanja Aebischer Chauffeurin werden. Doch es ist nicht immer der direkte Weg, der ans Ziel führt. Manchmal ist die Strecke etwas kurvig und man muss eine Umleitung nehmen, um an den gewünschten Ort zu gelangen. Nun jedoch ist es endlich soweit: Sie darf als Queen of the road für Krummen Kerzers die Strasse rocken.

Mit einem speziellen Programm unterstützt Krummen Kerzers Kandidaten auf ihrem Weg zum Chauffeur.

Wenn Tanja Aebischer von ihrer Arbeit erzählt, dann hört man die Begeisterung in ihrer Stimme. „Ich wollte schon als kleines Mädchen Chauffeurin werden. Früher wurde ich dafür noch belächelt“, berichtet sie. Da damals die Angebote für Frauen als Chauffeurin zu arbeiten, sehr rar waren, machte sie zunächst eine Ausbildung als Verkäuferin für Sportartikel. Doch sie gab nicht auf und verfolgte weiter ihren Traum. Im Dezember 2018 stellte Krummen Kerzers Tanja Aebischer ein und seit kurzem darf sie nach bestandener Prüfung ihren Lkw über die Schweizer Strassen lenken.

Fahrercoach hilft bei Prüfungsvorbereitung

Voraussetzung für den Jobwechsel war ein massgeschneidertes Angebot von Krummen Kerzers. So haben wir speziell für Tanja Aebischer ein Quereinsteiger-Programm aufgesetzt. Unser Fahrercoach betreute die Nachwuchsfahrerin auf ihrem Weg von der Theorie bis zur praktischen Prüfung. Darüber hinaus gaben auch die Kollegen jederzeit Hilfestellung: „Es ist wirklich toll, wieviel Unterstützung ich erfahren habe. So bezahlte Krummen die Kosten für meine Ausbildung  und die Prüfung. Von der Bewerbung bis zum erfolgreichen Abschluss vergingen gerade einmal drei Monate“, berichtet die Chauffeurin.

Quereinstieg dient als Vorbild

Dass ihr Diesel im Blut liegt, das merkte Tanja Aebischer bereits sehr früh. Geprägt durch ihre Brüder, die ebenfalls als Chauffeure unterwegs sind, wusste sie schon als Kind: „Das will ich auch.“ An dem Beruf gefällt ihr vor allem die Freiheit auf der Strasse. Selbst längere Strecken machen ihr nichts aus, denn sie geniesst es, bei der Arbeit die schönen Gegenden der Schweiz zu erkunden.

Am Anfang, so erzählt die Quereinsteigerin, musste sie sich schon ein paar blöde Sprüche anhören. „Ich bin halt nicht die Grösste. Da fragte manch einer, ob ich denn überhaupt über das Steuer gucken könne“. Doch dies gehöre der Vergangenheit an. Tanja Aebischer hat sich Respekt verschafft und findet wohlmöglich Nachahmerinnen. „Eine gute Freundin überlegt auch, ob sie als Chauffeurin arbeiten soll. Ich bin ihr Vorbild“, erklärt sie lachend.

Fachfremde Bewerber willkommen

Auch für Krummen Kerzers muss es nicht bei einer einmaligen Geschichte bleiben: „Für uns zählt die Motivation unserer Mitarbeiter. Wenn jemand als Chauffeur arbeiten möchte und noch nicht über das passende Rüstzeug verfügt, so ist dies kein Ausschlusskriterium“, sagt unser Geschäftsführer Hans Krummen. Mit dem betriebseigenen Fahrercoach sind die Voraussetzungen gegeben, auch fachfremde Kandidaten auszubilden. Denn der Traumjob ist nicht immer auf geraden Pfaden zu erreichen.