IT-Projekt mit der Uni St. Gallen für nachhaltige Tourenplanung

Nichts ist überflüssiger als ein leer umherfahrender Lkw. Verschenkte Arbeitszeit, unnötige CO2-Emissionen und verlorene Kosten sind alles, was Fahrten ohne Ladung produzieren. Je höher die Auslastung, desto besser also für alle Beteiligten und desto besser für die Umwelt. Bei Krummen Kerzers setzen wir daher alles an eine nachhaltige Tourenplanung. Derzeit optimieren wir zusammen mit der Universität St. Gallen unsere Tourenplanung.

Die Auslastung der Fahrzeuge zu steigern und die Zahl der Leerkilometer zu reduzieren, ist das Ziel eines Projekts, das wir derzeit zusammen mit der Universität St. Gallen durchführen. (Foto: Krummen Kerzers AG)

Mit dem Ziel, Leerkilometer zu vermeiden, um die Nachhaltigkeit zu steigern, haben wir zusammen mit dem Institut für Supply Chain Management der Universität St. Gallen ein IT-Projekt initiiert. Dabei geht es zunächst darum, den Markt mit Blick auf Anwendungen zu sondieren, die uns unter Berücksichtigung der Auftrags-, Kunden- und Fahrzeugbeschränkungen helfen, unsere Tourenplanung zu optimieren. „Auf diese Weise wollen wir die bestehenden Transportkapazitäten besser auslasten“, erklärt unser Geschäftsführer Hans Krummen.

Mehr Nachhaltigkeit durch höhere Auslastung

Ein weiterer Ansatz ist, die Auslastung mittels einer automatisierten Suche nach Zuladungen, Rückladungen oder Frachtraum zu verbessern. Systeme, die versprechen, das leisten, gibt es inzwischen zuhauf. Im Prinzip geht es also darum, die Anwendung ausfindig zu machen, die am besten zu unseren speziellen Anforderungen passt. In einem ersten Schritt hat das Team um Prof. Dr. Wolfgang Stölzle, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Supply Chain Management der Universität St. Gallen, daher zusammen mit dem Logistikunternehmen einen Forderungskatalog formuliert. „Wichtig ist uns beispielsweise, jederzeit vollumfänglich über den Status jedes Lkw und jedes Auftrags informiert zu sein“, erklärt Krummen.

Big-Data-Analyse verspricht weniger Leerkilometer

Anhand der definierten Ansprüche und Ziele haben die Wissenschaftler anschließend die verschiedenen Systeme am Markt einer eingehenden Betrachtung unterzogen und eine Vorauswahl erstellt. Die Anbieter der infrage kommenden Lösungen wurden anschließend zu einer Präsentationsrunde eingeladen. Als nächstes sollen nun jene Anwendungen, die es in die Endauswahl geschafft haben, einem ausführlichen Praxistest unterzogen werden. „Wichtiges Kriterium ist für uns in diesem Zusammenhang auch die Nutzerfreundlichkeit“, so Krummen.

Bei der Anschaffung einer neuen Software-Lösung allein wollen wir es allerdings nicht belassen. Perspektivisch wollen wir darüber hinaus eine Datenbank aufbauen, in der sämtliche Transportdaten dauerhaft gespeichert werden. Die gesammelten Datensätze sollen schlussendlich die Basis bilden für eine umfassende Big-Data-Analyse. „Wir wollen nach Möglichkeit schon heute genau wissen, wie viele Fahrzeuge und Transportkapazitäten wir in der kommenden Woche zur Abwicklung unserer Aufträge benötigen“, sagt Krummen. „Ich bin überzeugt, dass wir auf diese Weise die Zahl unserer Leerkilometer signifikant senken können und so die Nachhaltigkeit unseres Unternehmens erheblich steigern können.“