Berufswunsch Kraftfahrer: Das erste halbe Jahr der Ausbildung

Bereits seit vergangenem August sind Guilherme Gleizer, Lukas Kälin und Dany Fuhrer als Lehrlinge Teil von Krummen Kerzers. Die drei angehenden Strassentransportfachmänner haben sich bestens ins Unternehmen integriert und in den ersten sechs Monaten ihrer Ausbildung schon einiges gelernt. Frühes Aufstehen inklusive. Ein erstes Fazit unserer Lernenden zum Start bei uns und worauf sich die drei in den kommenden Jahren noch freuen dürfen, lesen Sie hier.

Bereits ein halbes Jahr im Unternehmen: Unsere Lernenden Guilherme Gleizer (l.), Lukas Kälin (u. mittig) und Dany Fuhrer (o.) haben alle Hände voll zu tun. (Foto: Krummen Kerzers AG)

Der Wecker klingelt um halb sechs in der Früh, um sieben Uhr ist Arbeitsbeginn. Dann geht es für unsere drei Auszubildenden Guilherme Gleizer, Lukas Kälin und Dany Fuhrer an vier Tagen in der Woche meist in die betriebseigene Werkstatt – es sei denn, die Berufsfachschule ruft. An die Uhrzeiten haben sich die Jungs mittlerweile gewöhnt. Am Ende der dreijährigen Ausbildung winkt schliesslich das Eidgenössische Fähigkeitszeugnis (EFZ) als Strassentransportfachmann – der Traumberuf unserer jungen Kollegen.

Im Praktikum erfahren, was auf einen zukommt

Wer eine Ausbildung zum Strassentransportfachmann/-frau bei Krummen Kerzers beginnen möchte, hat vorab die Möglichkeit, eine Schnupperwoche bei uns im Unternehmen zu absolvieren. Auf diesem Wege sollen die Jugendlichen sowohl die schönen Seiten als auch die Tücken des Berufskraftfahrer-Daseins kennenlernen und erfahren, was während einer Lehre auf sie zukommt.

Bei uns im Lebensmittel- und Pharmatransport muss man sich unter anderem auf unregelmässige Arbeitszeiten am Abend, in der Nacht oder am Wochenende einstellen. Umstände, die Guilherme, Lukas und Dany jedoch nicht abschrecken.

Von der Werkstatt über das Lager in die Fahrerkabine

Lukas und Dany befinden sich im ersten Lehrjahr und verbringen die meiste Zeit in der Werkstatt. Durch das Instandhalten und Reinigen der Lkw eignen sich die beiden die nötigen technischen Kenntnisse über die Fahrzeuge an. Alle zwei Wochen steht eine Mitfahrt bei einem Kollegen auf dem Ausbildungsplan.

Guilherme steckt hingegen bereits im zweiten Lehrjahr, nachdem er im Sommer von einem anderen Betrieb zu Krummen Kerzers gewechselt ist. Neben der Einführung in das hauseigene Lager und die dazugehörige Intralogistik steht für ihn hier die Vorbereitung auf die Fahrprüfungen an. Der 17-Jährige hat die Lkw-Theorie bereits erfolgreich gemeistert und rüstet sich nun für die praktische Prüfung des Pkw-Führerausweises. Diesen hat der 18 Jahre alte Dany bereits in der Tasche und kann demnächst schon seine Lkw-Prüfung absolvieren, auch wenn er noch ganz am Anfang der Ausbildung steht. Wenn er diese bestanden hat, darf er erste eigene Touren im kleinen Lieferwagen fahren – ganz ohne Begleiter.

Das dritte Lehrjahr wird dann hauptsächlich unterwegs auf den Strassen der Schweiz stattfinden. Hier beliefern die Lernenden eigenständig unsere Kunden oder holen Ware ab.

Erstes Fazit: Lehrlinge und Ausbilder sind zufrieden

Um beidseitige Zufriedenheit während der Ausbildung sicherzustellen, gibt es bei Krummen Kerzers regelmässige Feedbackgespräche mit den Lernenden und ihren Eltern. Vergangene Woche beispielsweise sassen wir mit Lukas zusammen. Der 16-Jährige fühlt sich trotz der weiten Entfernung zum Elternhaus in der Innerschweiz sehr wohl in Kerzers. Für ihn ist der Strassentransportfachmann der Traumberuf und er freut sich über die Möglichkeit, bei uns seine Leidenschaft für Mechanik auszuleben. Denn nicht nur in unserer hauseigenen Garage tüftelt er gerne an den Lkw, auch in seiner Freizeit verbringt Lukas einige Stunden mit dem Schrauben an seinen Mofas und hat bereits so manch alte Laube wieder zum Leben erweckt.

Auch unser Fahrertrainer Hansruedi Muster ist äußerst zufrieden mit seinen Lehrlingen: "Die Jungs haben ihre Aufgaben total gut angefangen. Sie machen einen tollen Eindruck, sind hochmotiviert, bemühen sich sehr und auch schulisch erbringen sie gute Leistungen."

Argumente für Krummen Kerzers als Lehrbetrieb

Insbesondere angesichts des aktuellen Fahrermangels, der über die Landesgrenzen hinweg in der Speditionsbranche herrscht, freut sich Hansruedi Muster über jede qualifizierte Bewerbung: „Wir haben Anfragen, wir haben Bewerbungen, aber es reicht nirgends hin. Aktuell gibt es 285 Lernende in der Schweiz, nötig wären jedoch über 5.000. Es ist wirklich ein Riesenproblem.“

Anreize, um die wenigen Interessenten zu Krummen Kerzers zu holen, schaffen wir neben der branchenüblichen Vergütung, den selbstverständlichen Spesen auf Touren und der gestellten Arbeitskleidung vor allem durch unseren hochwertigen Fuhrpark an attraktiv ausgestatteten Lkw und unsere Value Added Services. Die Werkstatt und das Lager, welche feste Bestandteile unserer Ausbildung sind, bieten den Lernenden Einblicke, die sie bei vielen anderen Speditionen nicht bekämen. „Wir versuchen, eine Ausbildung zu gestalten, in denen sich die Lernenden wirklich wohl fühlen. Wenn das Interesse, nach der Lehre bei uns zu bleiben, vorhanden ist, sind wir natürlich sehr froh."