Auf dem Vormarsch: Die Blockchain revolutioniert die Logistikbranche

Bereits seit einiger Zeit mischt die Blockchain-Technologie die Logistikwelt auf. So kann sie unter anderem in der Temperaturüberwachung von Transporten genutzt werden. Doch es gibt noch weitere Einsatzbereiche. Eine Lösung stellte jetzt die österreichische Post vor: Sie bringt die erste Blockchain-Briefmarke auf den Markt.

Die Blockchain-Technologie ist weiter auf dem Vormarsch. Aktuellstes Beispiel: eine digitale Briefmarke der österreichischen Post (Foto: Pixabay).

Vor kurzem hatten wir schon über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Blockchain-Technologie berichtet: ein neues Pharma-Supply-Chain-Tracking-System, das für mehr Sicherheit und Transparenz sorgt. Das System ermöglicht die lückenlose Dokumentation von Arzneimitteltransporten – und somit eine weltweite Nachverfolgung. Für die Kunden ergeben sich hier grosse Vorteile: Sie erhalten dank der Blockchain stets aktuelle Berichte über Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Standort der Ware. Jetzt wird diese Technologie auch an anderer Stelle eingesetzt.

„Crypto stamp“ verbindet analoge und digitale Welt


Einen innovativen Ansatz zur Nutzung der Blockchain hat die österreichische Post gewählt. Sie hat eine „crypto stamp“ auf den Markt gebracht, die 150.000 Mal zu je 6,60 EUR erhältlich ist. Das Besondere dabei: Die „crypto stamp“ setzt sich aus zwei Komponenten zusammen. Zum einen aus einer klassischen Briefmarke für den Postversand und zum anderen aus einem dazugehörigen Blockchain-Zertifikat. Dieses Zertifikat enthält alle Zugangsdaten, welche unter einem Rubbelfeld verborgen sind. Auf diese Weise ist auch der Transfer in ein anderes Wallet möglich. Mit diesem Begriff werden die digitalen Geldbörsen bezeichnet, die als Speicherorte für Kryptowährungen, wie Bitcoins fungieren.

„Es ist faszinierend, welche Einsatzmöglichkeiten die Blockchain bietet. Wir bei Krummen sind überzeugt, dass auch Prozesse in der Lager- und Transportlogistik in Zukunft damit weiter optimiert werden können“, sagt unser Geschäftsführer Peter Krummen.

Die Technik hinter der Blockchain


Technisch gesehen ist die Blockchain eine dezentral geführte Datenbank. Vergleichbar ist sie mit einem digitalen Geschäftsbuch, das sämtliche Transaktionen in einem Protokoll – der Blockchain – aufzeichnet. Alle Vertragspartner können jederzeit auf dieses Geschäftsbuch zugreifen und nachverfolgen, welche Transaktionen zu welchem Zeitpunkt vorgenommen wurden.

Jeder Vorgang wird ausserdem mit dem vorherigen verknüpft und kryptografisch verschlüsselt. Gespeichert werden die Daten nicht zentral auf einem Server. Stattdessen ist auf jedem Computer, der die Technologie anwendet, eine Kopie hinterlegt. Dadurch ist das System ausfallsicher, benötigt allerdings auch eine hohe Rechnerleistung.